Therapie hilft

Lieber Herr Anschlag,
durch Ihre Hilfe war die Herausforderung nur halb so groß. Danke für Ihre tolle Wegbegleitung durch die Schule. Mein Abitur ist bestanden, und überstanden.  Ich mache mich auf den Weg, das Leben in Afrika zu erkunden*. Ihr Vertrauen in mich wird mich weiter bestärken und mich motivieren an meinen Schwächen zu arbeiten.  
Severin S.                                       *Severin ging nach dem Abitur für eine kirchliche Organisation nach Afrika.    


Lieber Herr Anschlag, liebes Team,
heute ist mein letzter Tag bei Ihnen. 
Kaum zu glauben, dass seitdem 7 Jahre vergangen sind. Ich war in der 3. Klasse, als meine damalige Lehrerin meinte, ich hätte eine Lese-/Rechtschreibschwäche. Sie sprach mit meiner Mama und meinte, ich bräuchte, eine Förderung im Fach Deutsch. Meine Mama machte sich schlau und landete bei Herrn Anschlag.
Große Lust hatte ich keine am Anfang, da ich glaubte, lesen und schreiben zu können. Ich ging zweimal die Woche hin für Deutsch und stellte mich den Aufgaben. Mit der Zeit merkte ich, dass mein Lesen und Schreiben besser wurde und auch die Noten. Ich freute mich jedes Mal riesig darüber, wenn ich eine bessere Note bekam und zeigte sie voller Stolz Herrn Anschlag. Nach fünf Jahren Deutsch schlug er vor, nun Englisch zu üben.  Das war das Beste, was mir passieren konnte. Frau B. war diejenige, die es geschafft hat, mein Englisch zu verbessern und frei zu sprechen. 
Glaubt nicht, dass mir diese 7 Jahre leicht gefallen sind, obwohl ich sehr ehrgeizig bin, auch ich hatte manchmal keine Lust. Ab der 9. Klasse (Mittelschule) wurde es immer schwieriger. Ich biss die Zähne zusammen und wollte gute Noten, denn die Aussage, Hauptschüler wären dumm, stimmt nicht ganz. 
Letztes Jahr habe ich erfolgreich meinen Qualifizierenden Hauptschulabschluss gemacht und ich hoffe, dass ich meinen Mittleren Bildungsabschluss auch erfolgreich bestanden habe*. 
Ich gehe mit einem weinenden und einem lachenden Auge und werde euch alle sehr vermissen.

Danke für die Hilfe
Denise K.       
       
                       *Denise hat die Mittlere Reife mit einem Einser-Schnitt bestanden   


Danke, Herr Anschlag

Marco war während seiner 3.und 4. Klasse bei Ihnen. Die Rechtschreibung stand anfangs auf 5-6. Mit Abschluss der Grundschule stand er in Deutsch auf 3 und hätte zur Realschule gehen können. Wir haben ihn jedoch ein Jahr auf die Hauptschule gehen lassen und erst danach den Übertritt in die 5. Klasse Realschule vollzogen. Die 5. Klasse in der Realschule ist für ihn so gut gelaufen, dass er in Deutsch auf einer glatten 2 stand und mit Mathe 1 und Englisch 3 auch hätte ins Gymnasium wechseln können. Diesen Wechsel haben wir nicht vollzogen, weil die zweite Fremdsprache eine zu hohe Belastung und damit ein Risiko hätte werden können. Auch die 6. Klasse hat für ihn gut begonnen. ln der letzten Deutsch-Schulaufgabe, einen Bericht zu schreiben, hatte er eine 2 und in der Rubrik Rechtschreibung steht er auf glatt 3. Auch in den lese- und schreibintensiven Fächern wie Geschichte oder Erdkunde ist er sehr sicher im Umgang mit Texten. Die intensive Lernphase in Ihrer Einrichtung war für Marco anstrengend. Heute ist er sehr stolz auf das, was er geschafft hat und wie er sich verbessert hat. 

M
it freundlichen Grüßen
Britta M. 

       


Sehr geehrter Herr Anschlag, 
mit meinem Eintritt in die gymnasiale Oberstufe am Erlanger Georg-Simon-Ohm-Gymnasium endete meine Zeit bei Ihnen und auch der spezielle Status einer anerkannten Lernschwäche. Bis zu diesem Zeitpunkt waren meine Lese- und Rechtschreibfähigkeiten nicht unerheblich dank Ihrer Förderung soweit besser geworden, dass ich auch ohne Anerkennung der Lernschwäche meine allgemeine Hochschulreife erlangen konnte. Für ein Studium in Kommunikationswissenschaften hat es wegen des Numerus Clausus leider nicht gereicht. Trotz dem kann ich mit Stolz von mir sagen, dass ich ein Abitur mit Einser-Schnitt (1,9) geschafft habe. Dabei hatte ich im Deutsch-Abitur 13 Punkte! Eine Leistung, die viele meiner Freunde ohne Lese- und Rechtschreibschwäche nicht zustande gebracht haben. … 
Falls keine unerwarteten Schwierigkeiten auftreten, werde ich im kommenden Jahr einen Universitätsabschluss haben und den Titel „Bachelor of Arts" führen.
Abgesehen von der gezielten Förderung hat mir Ihre Förderung vor allem Selbstbewusstsein und Vertrauen in meine Fähigkeiten gegeben. Erst hier konnte ich lernen, mich auf meine eigenen Fortschritte zu konzentrieren und aufzuhören, mich durch den ständigen Vergleich mit dem „Normalen” verunsichern zu lassen. Auch heute mache ich natürlich noch Rechtschreibfehler, ob in Klausuren, Hausarbeiten, auf dem Einkaufszettel oder bei Facebook. Nur gehe ich damit viel gelassener um. Bitte helfen Sie weiterhin Kindern wie mir damals, denn aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass eine Lese-/Rechtschreibschwäche einen Leidensdruck bei Betroffenen und ihrem Umfeld schafft, den lhr Institut aber Betroffenen nehmen kann.  

Mit freundlichen Grüßen 
Natasha K.